Wertrelevante Geschossflächenzahl (WGFZ) Was ist damit gemeint?

Eine „wertrelevante Geschossflächenzahl“ (WGFZ) ist der ImmoWertV und dem gesamten Baurecht fremd. Gem. Ziff. 6 Abs. 6 der BodenrichtwertR ist diese grundsätzlich nach dem Verhältnis der Geschossfläche aller Vollgeschosse zuzüglich der „Flächen, … die nach den baurechtlichen Vorschriften nicht anzurechnen sind, aber der wirtschaftlichen Nutzung dienen“ (können), zur Grundstücksfläche bestimmen.

Dies entspricht einer bauplanungsrechtlichen Modifizierung der Geschossflächenzahl (GFZ), um die wirtschaftliche Nutzung eines Dachgeschosses berücksichtigen zu können, das nicht ein Vollgeschoss im Sinne der BauO ist und infolgedessen nicht mit der bauplanungsrechtlichen GFZ berücksichtigt wird. Dies folgt dem Verständnis, dass der Wert des Grund und Bodens von der Nutzung abhängt.

Es kommt nach der Rechtsprechung des BVerwG indessen nicht auf die bauplanungsrechtliche GFZ sondern entscheidend darauf an, ob sich das Gebäude nach den konkreten Verhältnissen als solches in die Eigenart der näheren Umgebung einfügt. Insoweit beurteilt sich die baurechtliche Zulässigkeit und damit auch die Werthaltigkeit eines Dachgeschossausbaus auf der Grundlage des „Einfügens“ im Sinne des § 34 BauGB.

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