Vollmachtloser Vertreter

Ein vollmachtloser Vertreter vertritt eine Partei zum Beispiel bei einem Kaufvertrag ohne eine notariell beglaubigte Vollmacht. Dabei ist der Kaufvertrag zunächst „schwebend unwirksam“. Der Kaufvertrag wird erst wirksam, wenn der Vertretende das Geschäft genehmigt. Sollte dies nicht innerhalb von zwei Wochen geschehen, wird der Vertrag nach § 177 BGB unwirksam. Während der Vertrag durch den vollmachtlosen Vertreter schwebend unwirksam ist, kann die andere Partei diesen jedoch nicht widerrufen. Dies ist nur möglich, wenn die fehlende Vertretungsmacht bei Abschluss des Vertrags nicht bekannt war.

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