Verzugszinsen aus Kaufvertrag Was sind die Verzugszinsen aus einem Kaufvertrag?

Der Kaufpreis für eine Immobilie wird in dem Kaufvertrag zwischen Verkäufer und Käufer festgehalten inklusive einem Fälligkeitsdatum, bis zu dem die Zahlung spätestens beim Verkäufer eingehen muss. Im Regelfall bestimmt der Verkäufer Verzugszinsen, die fällig werden, sobald die vereinbarte Zahlungsfrist vom Käufer überschritten wird.

So erhält der Verkäufer ein wenig Sicherheit und motiviert den Käufer gleichzeitig dazu, den Termin fristgerecht einzuhalten. Laut Bürgerlichem Gesetzbuch (BGB) sind die Verzugszinsen automatisch zu entrichten, sobald das Fälligkeitsdatum erreicht ist, ohne dass eine Aufforderung zur Zahlung notwendig ist. Für den Verkäufer ist es ratsam, vor dem Verkauf einen Finanzierungsnachweis vom Käufer zu verlangen, um einem Streit und einer Zwangsvollstreckung aufgrund von Zahlungsunfähigkeit des Käufers vorzubeugen.

Sollte es doch zu einer Zwangsvollstreckung kommen, können die Verzugszinsen nur in die Vollstreckungsklausel integriert werden, wenn der Beginn des Verzugs per Kalenderdatum noch einmal separat im Kaufvertrag notiert wurde.

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