Sanierungsgebiete

Von der Gemeinde eines Wohn- oder Mischgebiets kann in einer förmlichen Sanierungssatzung nach § 142 des Baugesetzbuches festgelegt werden, ob dieses Gebiet städtebaulichen Sanierungsmaßnahmen unterzogen wird. Diese Satzung ist in der Regel auf maximal 15 Jahre befristet.

Grund für die Sanierungsmaßnahmen kann sein, die Gebäude in dem Sanierungsgebiet gesunden und sicheren Wohn- und Arbeitsverhältnissen anzupassen oder aber auch eine Aufwertung des Straßenbilds/ Stadtteils zu erreichen. Es sollen bauliche Missstände beseitigt werden sowie Modernisierungsmaßnahmen oder Umgestaltungen durchgeführt werden. Ein anderer Grund kann sein, die Funktionsfähigkeit eines Gebiets zu erhalten, wie zum Beispiel, die infrastrukturelle Erschließung des Gebiets zu gewährleisten.

Zur Untersuchung des Gebiets sowie Planung und Durchführung der städtebaulichen Sanierung wird ein Sanierungsträger-Unternehmen beauftragt. An dieses Unternehmen zahlen die Grundstücks- und Hauseigentümer einen finanziellen Ausgleich, da sich der Bodenwert mit der Sanierungsmaßnahme erhöht. Außerdem gibt es zumeist Zuschüsse vom jeweiligen Bundesland.

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