Sach- und Rechtsmängel Kaufvertrag

Kaufverträge können im Fall von Sach- oder Rechtsmängeln gebrochen werden beziehungsweise rückgängig gemacht werden. Es müssen unterschiedliche Gegebenheiten zutreffen, damit ein Sachmangel beziehungsweise Rechtsmangel vorliegt. Ein Sachmangel liegt sofern vor, wenn der Ist-Zustand vom Soll-Zustand abweicht und das nicht nur, wenn etwas physisch vom eigentlichen Neu-Zustand abweicht, sondern auch immer dann, wenn der Verkäufer einen Defekt oder einen früheren Schaden nicht angibt. Darunter fallen beispielsweise Fälle, wie dass nach einem Autokauf auffällt, dass es in der Vergangenheit einen Unfallschaden gab, das Auto aber laut Händler unfallfrei gekauft wurde oder dass ein technisches Gerät gekauft wurde, bei dem sich hinterher herausstellt, dass es defekt ist. In diesen Fällen dürfte der Kaufvertrag beispielsweise rückgängig gemacht werden. Rechtsmängel liegen hingegen dann vor, wenn der Verkäufer beispielsweise nicht im Eigentumsvorbehalt liegt, wenn er also etwas verkauft ohne hierfür das Recht zu besitzen. Auch in diesem Fall darf der Kaufvertrag aufgelöst werden.

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