Rechtspfleger

Als Rechtspflege bezeichnet man die Anwendung des Gesetzes durch den Staat und seine Organe auf den Einzelfall. Man könnte einen Rechtspfleger quasi als eine vereinfachte Berufsform des Richters bezeichnen. So haben Rechtspfleger mittlerweile viele Aufgaben, die vor einigen Jahren noch von Richtern ausgeführt wurden.

Jeder angehende Rechtspfleger benötigt zur Zulassung ein erfolgreich absolviertes Jurastudium. Als Rechtspfleger muss man in der Lage sein alle juristischen Begriffe aus dem Gedächnis zu beherrschen und diese Begriffe Normalverbrauchern verständlich zu erklären. Ein Hauptaspekt der Rechtspflege ist die Entscheidungsfindung bei Fällen der freiwilligen und der streitigen Gerichtsbarkeit. Alle privatrechtlichen Streitigkeiten unterstehen der freiwilligen Gerichtsbarkeit. Rechtspfleger arbeiten an den Gerichten und zählen zur Abteilung des gehobenen Justizdienstes.

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