Energieausweis

Der Energieausweis wird auch Wärme- oder Energiepass genannt. Er bewertet die Energieeffizienz eines Gebäudes und gibt somit die Kennzahlen des Energiebedarfs oder -verbrauchs des Gebäudes wider.
Bei Neubauten, renovierten oder älteren Gebäuden, die die Wärmeschutzverordnung vom

November 1977 nicht einhalten, wird in der Regel ein Energiebedarfsausweis ausgestellt. Hier wird je nach eingesetzter Heizungstechnik und Wärmedämmung der jährliche Energiebedarf pro Quadratmeter Nutzfläche (kWh/m²) ermittelt. Bei älteren Gebäuden hingegen, die bereits der Wärmeschutzverordnung von November 1977 entsprechen, ist ein Energieverbrauchsausweis ausreichend, der den tatsächlichen Energieverbrauch der vergangenen drei Jahre wiedergibt.

Der Energieausweis wird dem Immobilieneigentümer bereits vor Vermietung des Hauses von einem Fachmann eines baubezogenen Berufs ausgestellt, zum Beispiel von einem Bauingenieur, Architekten oder Energieberaters. Er hat eine Gültigkeit von 10 Jahren und ist in Deutschland grundsätzlich Pflicht. In einigen Ausnahmefällen ist der Energieausweis jedoch nicht notwendig, wie zum Beispiel bei Gebäuden mit einer Nutzfläche unter 50 Quadratmetern oder bei Gebäuden, die unter Denkmalschutz oder kurz vor dem Abriss stehen. Auch bei Ferienhäusern oder wenn der Eigentümer die Immobilie selbst bewohnen möchte, wird kein Energieausweis benötigt.

<Zurück zum Immobilienbewertung-Lexikon