Altlasten

Gemäß dem Bodenschutzrecht von 1999 sind Altlasten in der Erdoberfläche enthaltene Rückstände von umwelt- und gesundheitsgefährdenden Schadstoffen, die durch industrielle oder sonstige Einwirkung des Menschen verursacht wurden. Beispiele für sogenannte Altstandorte sind stillgelegte Mülldeponien, alte Fabrikgelände mit Produktionsrückständen (zB. Chemikalien, Öl oä.) oder stillgelegte Tagebauten oder Kernkraftwerke. Als Schadstoffe gelten Stoffe mit krebserregenden, toxischen oder erbgutverändernden Eigenschaften. Außerdem werden Kampfmittel ebenso zu den Altlasten gezählt.

Seit den 1970er Jahren werden altlastverdächtige Bodenflächen erfasst, untersucht und saniert. Vor dem Erwerb eines Grundstücks empfiehlt es sich, ein Bodengutachten durchführen zu lassen, ob sich in der Erdoberfläche Altlasten befinden. Die Voraussetzung, um ein Grundstück zu bebauen, ist, dass es zum großen Teil von Altlasten befreit (saniert) wurde.

Die Behörde für Umwelt und Energie stellt zudem ein Altlasthinweiskataster bereit, in dem Informationen über Bodenflächen gespeichert sind sowie eventuelle Hinweise auf Schadstoffbelastungen.

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