Zustand

Bodenflächen aus der Land- oder Forstwirtschaft können nach ihrem Zustand bewertet werden, genauso wie Grundstücke, die bebaut werden sollen sowie bereits bebaute Grundstücke.

Bei der Zustandsbewertung von Ersterem geht es laut § 4 der Wertermittlungsverordnung um die Beurteilung von Nutzung und Nutzbarkeit von Agrarflächen, also ob diese nur für land- oder forstwirtschaftliche Zwecke nutzbar sind oder auch für die Bebauung geeignet.

Der Zustand von Grundstücken, die bebaut werden sollen, wird beurteilt nach Faktoren wie Form und Größe des Grundstücks, Beschaffenheit der Geländeoberfläche, Bebaubarkeit und Art der baulichen Nutzung, sonstige Nutzbarkeit des Grundstücks sowie Umwelteinflüsse. Auch Lagemerkmale haben einen Einfluss auf den Zustand des Grundstücks, wie zum Beispiel die Verkehrsanbindung, das nachbarschaftliche Umfeld oder die Wohn- und Geschäftslage.

Bei bebauten Grundstücken wiederum wird neben den Zustandsmerkmalen des Grundstücks auch der Zustand des Gebäudes berücksichtigt, wie zum Beispiel das Baujahr, die Gebäudeart, Größe und Ausstattung, der bauliche und energetische Zustand und Weiteres.

<Zurück zum Immobilienbewertung-Lexikon