Vollgeschoss Wann spricht man von einem Vollgeschoss?

Ein Vollgeschoss wird in den Landesbauordnungen der einzelnen Bundesländer unterschiedlich definiert. Vom Grundsatz her sind Vollgeschosse Geschosse eines Gebäudes, die meistens oberirdisch der Geländeoberfläche liegen. Es gibt sowohl Mindestmaße für die Höhe von der Geländeoberfläche bis zur Unterkante der Deckenhöhe als auch für die lichte Höhe, die sich definiert durch den Bereich von der Fußbodenoberkante bis hin zur Deckenunterkante des jeweiligen Geschosses.

Außerdem zählen in einigen Bundesländern Dachgeschosse nicht als Vollgeschosse, es sei denn sie weisen das Mindestmaß der lichten Höhe über einen bestimmten Teil der Bodenfläche des Geschosses auf. In Hamburg zum Beispiel gilt, dass nur oberirdische Geschosse als Vollgeschosse bezeichnet werden, wenn diese eine lichte Höhe von mindestens 2,30 Metern haben. Die Deckenoberkante des untersten Vollgeschosses muss wiederum mindestens 1,40 Meter oberhalb der Geländeoberfläche liegen. Dachgeschosse gelten als Vollgeschosse, wenn sich die lichte Höhe von 2,30 Metern im Dachgeschoss über mindestens zwei Drittel der Bodenfläche des darunter liegenden Geschosses erstreckt.

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