Vertrag (Zivilrecht)

Wenn eine Partei ein Angebot aufstellt und dieses Angebot von einer anderen Partei angenommen wird, spricht man von einem Vertrag. Ein Vertrag bestätigt somit, dass sich der Willen der beiden Parteien inhaltlich gleicht. Juristisch spricht man hierbei vom “Antrag bzw. Angebot” und der “Annahme”. Die gesetzlichen Details dazu sind im §§ 145 ff des Bürgerlichen Gesetzbuches zu finden.

Der Abschluss des Vertrags kann entweder mündlich (per Handschlag), schriftlich oder durch ein schlüssiges Verhalten (z.B. Einsteigen in die U-Bahn) geschehen. Es gibt in manchen Fällen gesetzliche Formvorschriften, die eingehalten werden müssen, damit der Vertrag gültig ist (z.B. Textform, schriftlich oder notarielle Beurkundung).

Falls man mit seiner Erklärung nicht ein rechtlich verpflichtendes Angebot aufstellen möchte, hat man die Möglichkeit durch die eigene Erklärung andere zur Aufstellung eines Angebotes aufzufordern. Hierbei handelt es sich um eine “Aufforderung zum Angebot”. Ein Supermarktverkäufer hat zum Beispiel die Wahl das Angebot seines Kunden in Bezug auf die Ware anzunehmen oder abzulehnen.

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