Spekulationssteuer

Wenn eine Privatperson eine Eigentumsimmobilie verkaufen möchte, muss dieses Immobiliengeschäft versteuert werden. Die Steuer, die auf das Einkommen von Immobilienverkäufen anfällt, nennt sich Spekulationssteuer.

Die Spekulationssteuer ist zu zahlen, wenn die Immobilie nicht selbst bewohnt wurde oder sie mit einem Teil des Betriebsvermögens gekauft wurde. Außerdem fällt die Spekulationssteuer an, wenn die Immobilie dem Ehepartner übertragen wird (zum Beispiel nach einer Scheidung) und auch auf unbebaute Grundstücke wird eine Spekulationssteuer erhoben.

Die Spekulationssteuer entfällt wiederum, wenn zwischen dem Zeitpunkt des Kaufs und Verkaufs der Immobilie über 10 Jahre liegen. Gespart werden kann die Spekulationssteuer auch dann, wenn der Eigentümer die Immobilie in der ganzen Zeit oder zumindest in den letzten 3 Jahren vor dem Verkauf selbst genutzt und bewohnt hat oder der Spekulationsgewinn nicht mehr als 599 Euro ist.

Der Spekulationsgewinn ist der Gewinn, der übrig bleibt, wenn man Anschaffungskosten und Verkaufsgewinn gegenüber stellt. Letzterer wird natürlich gemindert durch die Spekulationssteuer, daher lohnt es sich, steuersenkende Maßnahmen in Erwägung zu ziehen, wie zum Beispiel, die Immobilie in den letzten 3 Jahren selbst zu bewohnen oder die 10-Jahres-Frist der Spekulationssteuer abzuwarten.

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